Don Bosco Volunteers

FAQs

FAQs für einen Auslandsdienst

Übersicht:

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) mit Don Bosco Volunteers im Inland und einem Auslandsfreiwilligendienst mit Don Bosco Volunteers?

Ein Auslandsfreiwilligendienst mit Don Bosco Volunteers in den Förderprogrammen des BMZ (weltwärts) und BMFSFJ (IJFD) ist nicht gesetzlich geregelt wie ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Sinne des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG).

Im Freiwilligen Sozialen Jahr werden die Freiwilligen vom Träger in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie in der Unfallversicherung versichert.

Die Auslandsfreiwilligendienste sind durch Richtlinien der beiden Ministerien geregelt. So erhalten die Freiwilligen den Status eines anerkannten Freiwilligendienstes und die damit verbundenen Förderleistungen.

 

Wer kann sich bewerben?

  • Alter zwischen 18 und 28 Jahren
  • Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgesschlossener Berufsausbildung
  • Fachhochschulreife bzw. allgemeine Hochschulreife
  • nach Studienabschluss (B.A. oder Master)
  • deutsche Staatsbürgerschaft

 

Warum kostet ein Freiwilligendienst Geld?

Im Freiwilligendienstprogramm entstehen Unkosten, weil die Freiwilligen vor, während und nach der Rückkehr vom Auslandseinsatz umfangreiche pädagogische Begleitung erhalten. Insgesamt sind 25 Seminartage vorgesehen. Neben den Seminar- und Verwaltungskosten zur Umsetzung der Programme entstehen außerdem Kosten für Flug, Versicherungsleistungen (Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung), medizinische Vorsorge und eventuell anfallenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung in den Gastländern.

 

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Wir versuchen möglichst viele Freiwillige durch die Förderprogramme des BMZ und BMFSFJ zu finanzieren. Trotzdem müssen 25% der Gesamtkosten durch den Träger von Freiwilligendiensten kofinanziert werden. Hierbei bitten wir um Mithilfe durch den Aufbau eines Spenderkreises.

 

Soll ich einen Spenderkreis aufbauen?

Ja. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Verwandte (Eltern, Großeltern, Tanken und Onkel usw.), Bekannte und Freunde, aber auch andere bereit sind, eine Unterstützung zu leisten. In der Vergangenheit haben viele Don Bosco Volontärinnen und Volontäre bei ihren Freunden und Verwandten für "ihr" Projekt geworben, haben ihre Kirchengemeinde, ehemalige Schule kontaktiert oder in lokalen Zeitungen über das Vorhaben berichtet.

 

Welche Sprachkenntnisse sind erforderlich?

Don Bosco Volunteers garantiert seinen Projektpartnern, dass ihre Freiwilligen bereits zu Beginn ihres Einsatzes ausreichende Sprachkenntnisse besitzen. Gute Sprachkenntnisse der jeweiligen Landessprache sind eine wesentliche Voraussetzung zur schnellen Integration und zum Gelingen des Freiwilligeneinsatzes. Die Erfahrung zeigt, je fundierter die Sprachkenntnisse sind, desto einfacher ist die Mitarbeit im Projekt und umso leichter gelingt der kulturelle Einstieg im Gastland. Wir erwarten vor der Ausreise eine intensive Aneignung der betreffenden Landessprache. Ein Sprachkurs im Ausland vor Beginn des Freiwilligeneinsatzes bleibt die Ausnahme.

 

Kann ich mit Don Bosco Volunteers für weniger als 12 Monate in ein Projekt gehen?

Nein. Die Einsatzdauer beträgt grundsätzlich 12 Monate. Kürzere oder längere Einsatzzeiten sind nicht möglich. Bewerbungserfordernisse für ein späteres Studium können vor der Ausreise bzw. vom Ausland aus erfolgen. Halbjährige Praktikumseinsätze studierender Personen werden von uns nicht berücksichtigt.

 

Mir ist bewusst, dass die Vorbereitungsseminare für den Auslandsdienst verbindlich sind. Aber kann ich definitiv keinen Freiwilligendienst machen, wenn ich zu einem der Seminare nicht kommen kann?

Ja, das ist so. Die Vorbereitungsseminare sind äußerst wichtig für das Gelingen des Freiwilligeneinsatzes. Sie werden von einem Team in Bonn und Benediktbeuern koordiniert und durchgeführt. Sollte ein Vorbereitungsseminar nicht wahrzunehmen sein ( z.B. wegen Krankheit, Klausuren oder anderer schulischer oder wichtiger privater Termine), gibt es eine Ausweichmöglichkeit im Parallelkurs entweder in Bonn oder Benediktbeuern.

Auch das Rückkehrerseminar nach dem Auslandseinsatz ist verpflichtend.

 

Wie viele Freiwillige sind in einem Projekt normalerweise aktiv?

Das ist vom jeweiligen Projekt abhängig und kann von Projekt zu Projekt verschieden sein. Für die weit über 3000 internationalen Projekte der Salesianer Don Boscos gibt es keine einheitliche Freiwilligenstruktur. Man kann jedoch davon ausgehen, dass noch weitere einheimische und internationale Freiwillige im Projekt mitarbeiten.

 

Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen, ob meine Bewerbung angenommen ist?

Zunächst findet ein Informations- und Bewerber/-innen-Seminar im November bzw. Anfang Dezember statt. Vor Weihnachten erfolgt die Benachrichtigung an die Bewerber/-innen.

 

Habe ich während des Freiwilligendienstes Urlaub?

Klar! Die Urlaubsregelungen unterliegen den länderspezifischen und projektspezifischen Gegebenheiten im Gastland. Zeitpunkt und genaue Dauer des Urlaubs und der freien Tage werden mit dem Projektverantwortlichen vor Ort abgesprochen.

 

Bin ich für das Visum selbst verantwortlich? Was muss ich für einen Jahresaufenthalt beachten?

Ja, du bist für die Beschaffung des Visums selbst verantwortlich. Hilfestellung gibt es durch die Büros in Bonn bzw. Benediktbeuern. Art und Umfang für die Beantragung eines Visums sind von Land zu Land verschieden. Nicht selten ändern sich die Voraussetzungen für einen Visums-Antrag. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig an die jeweilige Konsulatsstelle bzw. an die jeweilige Botschaft zu wenden, um dort die nötigen Informationen zur Beantragung und zur Beschaffung der Unterlagen (evtl. Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis, Bescheinigungen etc.) einzuholen.

Bezüglich des Reisepasses muss berücksichtigt werden, dass dieser mindestens ein halbes Jahr nach der Rückkehr noch Gültigkeit haben muss.
Wichtiger Tipp: Der Antrag für das Visum sollte kurz vor der Ausreise eingereicht werden, da die Laufzeit des Visums sofort nach der Visa-Erteilung beginnt. Ein Visum, weit vor der Ausreise beantragt, bedeutet Verlust an Aufenthaltstagen im Ausland.

Die Adresse der Botschaften/ Konsulate findet man unter: www.auswaertiges-amt.de.

 

Wird die Freiwilligendienstzeit als Wartesemester angerechnet?

Ja. Bei der Vergabe der Studienplätze wird die Freiwilligendienstzeit angerechnet.

 

Wird während des Freiwilligendienstes das Kindergeld weitergezahlt?

Ja. In den Förderrichtlinien zum weltwärts-Programm und zum IJFD ist die Weiterzahlung des Kindergeldes geregelt. Notwendige Bescheinigungen dafür, werden von uns ausgestellt.

 

Wozu sind die Referenzen und anderen Unterlagen für die Bewerbung nötig?

Die Referenzen, der Bewerbungsbogen, das Motivationsschreiben und die anderen Unterlagen sind neben dem persönlichen Kennenlernen und der Vorbereitung wichtige Hilfen, um eine gute Basis zwischen Freiwilligen, Entsende- und Aufnahmeorganisation zu erreichen, damit der Freiwilligendienst zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelingen kann.

 

Was passiert, wenn ich früher zurückkommen möchte?

Wir gehen natürlich davon aus, dass unsere Freiwilligen 12 Monate im Auslandsprojekt mitarbeiten. Sollte eine vorzeitige Rückreise dringend notwendig werden, wird dies mit allen Beteiligten (Projektpartner, Entsendeorganisation, Freiwilligen) , einschließlich der Angehörigen geklärt. In diesem besonderen Fall werden mit der Ankunft in Deutschland keine fortlaufenden Kosten übernommen bzw. erstattet.

 

Kann ich mit meinem Freund / meiner Freundin ins gleiche Projekt reisen?

Freunde/-innen bzw. Paare vermitteln wir nicht in ein gemeinsames Projekt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass persönliche Unabhängigkeit das Ankommen in der neuen Kultur und die Mitarbeit im Projekt erleichtert.

 

Ist es eine zwingende Voraussetzung, schon mal richtig im sozialen Bereich tätig gewesen zu sein?

Praktische Erfahrungen sowohl im sozialen Bereich als auch in Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit sind bedeutsam, aber nicht unbedingte Voraussetzung. Die Aufgaben der Freiwilligen sind eng verbunden mit der Arbeit und dem Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen, die Hilfe, Unterstützung und Beistand nötig haben.

Außerdem setzen wir voraus, dass alle Freiwilligen, die „Don Bosco Volunteers“ entsendet, vor der Ausreise einen mindestens 14-tägigen praktischen Einsatz in Häusern und bei Maßnahmen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit der Salesianer Don Boscos geleistet haben. Dieser Einsatz bringt die Freiwilligen vor ihrer Ausreise in Kontakt mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

 

Spielen Religion und Glauben während meines Einsatzes eine Rolle?

Die Tätigkeit eines Don Bosco Volunteers im Projekt ist eng verknüpft mit dem Lebensalltag von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, mit dem Leben von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und eingebunden in die Gemeinschaft der Salesianern Don Boscos vor Ort.

Wer als Freiwilliger mit dem Leben der Menschen vor Ort in Berührung kommen möchte, kommt nicht nur in unmittelbaren Kontakt mit der jeweiligen Kultur und dem Lebensalltag, sondern auch mit dem Glauben der Menschen. Religion und Glauben umfassen beinahe alle Bereiche des Lebens und spielen für die Menschen eine wichtige Rolle. Für den Freiwilligendienst braucht es Motivation und Offenheit, Glauben und Leben mit den Menschen vor Ort zu teilen. Das weltweite Engagement für benachteiligte junge Menschen im Sinne Don Boscos ist getragen vom Gottesglauben und Vertrauen auf Gott.

Für die Salesianer Don Boscos sind Gottvertrauen und soziales Engagement untrennbar miteinander verbunden. Junge Menschen, die sich als Freiwillige für solch christlich motiviertes, soziales Engagement bereit finden, sind hier richtig am Platz. Nicht Taufbuch und Konfession sind entscheidend, sondern die Offenheit für diese ganzheitliche Dimension im täglichen Miteinander.

Don Bosco Magazin
Titel DB-Magazin 12017

Ein kleines Stück die Welt verbessern: Als „Don Bosco Volunteers" engagieren sich junge Erwachsene wie Lukas, Lisa, Fabian und Thea (Bild oben) in Don Bosco Projekten in Deutschland und weltweit. Warum sie das machen und was ihr Einsatz ihnen selbst, den Menschen vor Ort und unserer Gesellschaft bringt, darüber berichtet das Don Bosco Magazin, die Familienzeitschrift der Salesianer Don Boscos.

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Einsatzarten
Logo weltwärts

Don Bosco Volunteers ist offizielle Entsendeorganisation des "weltwärts"-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Einsätze sind zudem über den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) und den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) möglich.

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Die Salesianer Don Boscos arbeiten heute rund um den Globus mit und für junge Menschen und setzen sich für eine lebenswerte Zukunft von Kindern und Jugendlichen ein.

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Erfahre mehr über die Arbeit der Volontäre, die in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos mit Straßenkindern weltweit arbeiten auf blogs.strassenkinder.de

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