Freiwilligendienste
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Sich für andere einsetzen – in Deutschland und weltweit

Veröffentlicht am: 03. September 2019

Benediktbeuern/Bonn/München - Sich für andere einsetzen, in Deutschland und weltweit: 86 junge Menschen aus Deutschland zwischen 18 und 28 Jahren haben im September einen Freiwilligendienst in Einrichtungen der Salesianer Don Boscos begonnen. 48 von ihnen wurden bei Seminaren im Aktionszentrum Benediktbeuern und bei Don Bosco Mission in Bonn auf ihren einjährigen, internationalen Einsatz in zwölf Ländern, darunter etwa Indien, Paraguay oder Malawi, vorbereitet. 38 junge Erwachsene absolvieren in deutschen Einrichtungen der  Ordensgemeinschaft ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Die Aussendungsfeiern der internationalen Volunteers, zu denen auch die Familien eingeladen waren, fanden regionalbezogen im bayrischen Benediktbeuern mit 25 Freiwilligen sowie in Bonn mit 23 jungen Menschen statt. Auf dem Programm stand dabei unter anderem ein Gottesdienst, ein gemeinsames Mittagessen sowie Zeit und Raum für Austausch und Gespräche. Acht Monate lang haben sich die 48 jungen Erwachsenen in Seminaren auf ihren Einsatz vorbereitet.

Im Mittelpunkt der Arbeit der Don Bosco Volunteers stehen benachteiligte Kinder und Jugendliche. Sie helfen Mädchen und Jungen bei den Hausaufgaben, assistieren im Unterricht und gestalten das Freizeitprogramm. In ihren Tätigkeitsbereich fallen Sport und Spiel, Kunst und Musik, handwerkliche Tätigkeiten und pädagogische Aufgaben oder die Organisation von Festen und Ausflügen.

Für Pater Stefan Stöhr, Koordinator für Freiwilligendienste bei den Salesianern Don Boscos in Deutschland, ist das Volunteers-Programm ein „jugendpastoraler Lerndienst“. „Unsere Freiwilligen können sich hier in unseren Projekten mit den persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Talenten einbringen und ausprobieren. Sie haben die Chance, mit vielen unterschiedlichen Menschen zu arbeiten und andere Kulturen kennenzulernen.“ Und es gehe auch um gelebte Solidarität und Begegnung auf Augenhöhe.

Don Bosco wollte junge Menschen zu frohen Christen, aber auch zu mitverantwortlichen Bürgerinnen und Bürgern erziehen. Mitreden, diskutieren und lernen, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, gehörte für ihn zu den Grundvoraussetzungen, um Kirche und Gesellschaft nachhaltig mitzugestalten und eine Haltung der Solidarität, der Gerechtigkeit, des Friedens und der Mitverantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu entwickeln.

„Ein Anliegen, das mir aktueller und konkreter denn je erscheint. Wie nie zuvor wird derzeit der Wunsch junger Menschen nach Beteiligung an der Mitgestaltung der Zukunft deutlich. Sie fordern ein konkretes Handeln ein, engagieren sich politisch im Kampf gegen den Klimawandel, treten Egoismen energisch entgegen oder setzen – zum Beispiel durch ihren Freiwilligeneinsatz als Don Bosco Volunteer – ein Zeichen internationaler Solidarität“, erläutert Pater Stefan Stöhr. 

So ist das Einsatzende für viele ein weiterer Anfang, denn einige Volunteers engagieren sich nach der Erfahrung, die sie als „Freiwillige“ machen durften, weiterhin in ihrem Umfeld für Don Bosco. Sie werden junge Botschafter, die für Bildung, Solidarität, Gerechtigkeit und eine dynamische Kirche stehen.

RefÖA/PJ

Unsere Fotos zeigen die Don Bosco Volunteers, die einen Auslandsfreiwilligendienst absolvieren, bei ihren Aussendungsfeiern in Bonn (rechts) und Benediktbeuern (links).